DIE JAHRE DES KRIEGES UND SEINER VORBEREITUNG TEIL1
1933-1945
DIE JAHRE DES KRIEGES UND SEINER VORBEREITUNG
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Nach seiner Ernennung zum Reichskanzler Ende Januar 1933 proklamierte Adolf Hitler „seine Machtergreifung". Es dauerte nicht lange, bis jede Position, die mit ein wenig Macht oder nur ein wenig Einfluß verbunden war, sehr schnell mit Parteigenossen oder zumindest mit Mitläufern besetzt wurde.

Nach nicht einmal zweieinhalb Jahren waren in jedem Ort des großen Reiches alle Vorbereitungen zu dem einzuleitenden Krieg getroffen worden. Besonders in den Feuerwehrgeschichten aus diesen Jahren erkennen wir den großangelegten Plan Hitlers, und wie er die Feuerwehren darin einbezogen hatte. Diese sollten nämlich die zu erwartenden Gegenschläge bekämpfen. Hierzu brauchte Hitler eine reichseinheitliche Wehr, die von der Leitung bis hinein ins kleinste Glied hinter ihm stand. Diese Geschlossenheit suchte er durch die Militarisierung der Pflicht- und der Freiwilligen Feuerwehren zu erreichen.

1933-1939
Anfang März 1933 rief der Büdericher Bürgermeister und Parteigenosse Hans Daniels eine Vorstandssitzung der Wehr zusammen und verlangte die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung. Am 14. März 1933, dem 25. Jahrestag der Gründung, wurde als erster Punkt der Tagesordnung die „Auflösung und Liquidation" der Freiwilligen Feuerwehr verlesen. Bürgermeister Daniels ergriff zu Beginn der Generalversammlung das Wort; er vertrat die Meinung, daß infolge der politisch geänderten Lage sich auch die Zielsetzung des „Vereins" geändert habe, so müsse denn auch die Satzung abgeändert werden. Am gleichen Abend wurde nun einstimmig von allen anwesenden Mitgliedern der 1908 gegründete Verein aufgelöst und ein neuer gegründet, welcher die Erziehung zu „Einheitsfeuerwehrmännern ... im Sinne des nationalsozialistischen Staates" forderte. Als Mitglieder galten nur „gesunde, kräftige und gewandte Deutsche ... mit gutem Ruf und arischer Abstammung", die eine „opferwillige Gefolgschaft mit mutvollem und unermüdlichem Einsatzwillen" verkörperten.

In das gleiche Jahr fiel das 25jährige Bestehen der Wehr, das von allen Seiten lange im voraus geplant wurde. Das Bürgermeisteramt wollte unsere Wehr endlich motorisieren und ihr zum Anlaß des genannten Festtages eine Motorspritze übereignen. Nach langen Studien der in Frage kommenden Fahrzeuge entschied sich der Bürgermeister für ein Modell von MAGIRUS, Goliath III, das in vereinfachter und verbilligter Form für 1960 Reichsmark erstanden werden konnte.


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