DIE ENTWICKLUNG DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR BÜDERICH IN DEN JAHREN 1919 BIS 1933 TEIL1
DIE ENTWICKLUNG DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR BÜDERICH IN DEN JAHREN 1919 BIS 1933
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Die Zeit von 1919 bis 1933 bezeichnen wir als die der Weimarer Republik. Es war eine Zeit mit wirtschaftlichen Höhen und Tiefen, die sich auch bei der Feuerwehr bemerkbar machten. 1919 begann die Neuorganisation der Wehr. Die einzelnen Abteilungen wurden auf der Sitzung vom 4.3.1919 zunächst so eingeteilt, wie sie vor dem Krieg bestanden hatten, um bei einem evtl. Brand wirksam eingreifen zu können.

Die erste Einteilung nach dem Ersten Weltkrieg wurde dann in der Generalversammlung am 6.4.1920 folgendermaßen vorgenommen:

Abteilungsführer:
Steigerabteilung:Gerhard Gröters
Spritzenabteilung:Jacob Esser
Wasserabteilung:Carl Robbertz
Ordnungsabteilung:Willi Delmes

Die Abteilungsführer waren zugleich Mitglieder des Vorstandes. Daneben wurden Bernhard Rennertz zum Kassierer und Ludwig Peter zum Schriftführer bestimmt. Die Leitung der Wehr hatte weiterhin der erste Brandmeister Franz Wierichs.

Nachdem die Personalprobleme gelöst worden waren, mußte auch die Ausrüstung und die Bekleidung der Wehrmänner komplettiert werden. Bereits auf der ersten Sitzung am 4.3.1919 befaßte man sich mit der Beschaffung von Helmen. Dabei dachte man zunächst an preiswerte Militärhelme, die für die Feuerwehr umgearbeitet werden sollten, entschied sich aber für 20 neue Helme der Firma Carl Thorn in Elberfeld. Ferner beschloß man, neue Anzüge anfertigen zu lassen.

Organisatorische Fragen in der Wehr
Eine Generalversammlung fand alljährlich am Osterdienstag unter der Leitung des ersten Brandmeisters, der ab 1927 zum Oberbrandmeister befördert wurde, statt.

1. Zunächst wurde der Jahresbericht durch den Schriftführer verlesen und und durch die Mitglieder kritisch gewürdigt.

2. Dann erfolgte die Rechnungslegung („Rechnungsablage") durch den Kassierer. Zwei Revisoren wurden gewählt, um die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung zu überprüfen.


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